87.000 Stunden sitzen = 1 Berufsleben im Büro

Menschen mit Bürotätigkeit verbringen durchschnittlich 87.000 Stunden ihrer Lebenszeit vor dem PC. Sie absolvieren einen Sitzmarathon, der monotone Bewegungsabläufe und ungesund hohe, statische Belastungen aufweist. Den Muskeln und Gelenken werden Höchstleistungen abverlangt. Kaum jemand hat dafür trainiert, noch sich um eine geeignete Ausrüstung gekümmert. Kein Wunder also, dass uns nicht nur ältere, sondern zunehmend auch junge „Langstrecken Sitzer“ von unguten, oft behandlungsbedürftige Beschwerden berichten. Das Training freilich können wir Ihnen nicht abnehmen. Die ergonomische Ausrüstung jedoch stellen wir wie angegossen zu Ihrer Tätigkeit, gegebenenfalls auch zu Ihren Beschwerden passend zusammen. Ein Muckenthaler Arbeitsplatz, bietet die besten Chancen gesund und munter das Ziel zu erreichen.
Wir beraten Sie gerne! Nutzen Sie unsere jahrzehntelange Erfahrung!

Schritt für Schritt gesünder sitzen/arbeiten – auf die Reihenfolge kommt es an

Vor einer längeren Autofahrt stellen Sie den Sitz und den Rückspiegel passend ein. Kleidung kaufen Sie in Ihrer Größe. Nicht weniger selbstverständlich sollte der Arbeitsplatz auf Ihre Körpermaße und die Arbeitsaufgaben eingestellt werden.
Die besten ergonomischen Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie drei einfache Anpassungen nacheinander durchführen:
1. Bürostuhl, 2. Arbeitshöhe, 3. Arbeitsmittel.

Diese Vorgehensweise beugt den typischen PC-Beschwerden, wie Nackenverspannungen, Bandscheibenprobleme, Schmerzen in Händen und Armen, sowie der monitorbedingten Verschlechterung der Sehkraft wirkungsvoll vor. Sollten Sie mit einem dieser Themen bereits schmerzliche Bekanntschaft gemacht haben, so trägt ein ergonomisch eingestellter PC-Arbeitsplatz maßgeblich zur sofortigen, auch langfristigen Entlastung bei.

Wer mit krummem Rücken auf einem zu niedrigen Bürostuhl sitzt, hat keine Chance, durch alleiniges Anpassen der Bildschirmhöhe eine gute, gesunde Wirbelsäulen-Aufrichtung zu erzielen.
1. RICHTIG SITZEN – GEWUSST WIE

Falsch eingestellte oder nicht passende Bürostühle fördern eine Reihe von Rückenbeschwerden. Fehlhaltungen schleichen sich unbemerkt ein. Damit Ihr Stuhl Sie beim täglichen Sitz-Marathon bestmöglich unterstützt, überprüfen Sie folgende 6 Punkte. Lieber selber handeln, statt sich in Behandlung zu begeben.

Was gilt es zu beachten?

Die Sitzhöhe

Die Sitzhöhe

Ihr Unterschenkel bestimmt die Sitzhöhe. Der Oberschenkel sollte zum Knie hin leicht abfallen – der „offene Sitzwinkel“.

Die Sitztiefe

Die Sitztiefe

Ihr Oberschenkel bestimmt die Sitztiefe. Rutschen Sie ganz an die Rückenlehne. Jetzt sollten zwischen Sitzpolster und Kniekehlen noch 3 Finger passen.

Die Rückenlehnenhöhe

Die Rückenlehnenhöhe

Ihr Beckenkamm bestimmt die Höhe der Rückenlehne. Die am stärksten gewölbte Stelle der Rückenlehne sollte auf Höhe des Beckenkamms (Gürtelhöhe) liegen.

Die Armlehneneinstellungen

Die Armlehneneinstellungen

Ihre Arme bestimmen die Einstellung der Armlehnen. Ihre Arme sollten körpernah aufliegen – weder hängend, noch so, dass Ihre Schultern nach oben stehen.

Die Gewichtseinstellung der Mechanik

Die Gewichtseinstellung der Mechanik

… hängt von der Oberkörperlänge und dem Gewicht sowie den Hebelverhältnissen Ihrer Beine ab. Richtig ist, wenn Ihr Rücken in allen Sitzpositionen aufrecht gestützt wird, ohne nach hinten zu "kippen" oder nach vorne "gedrückt" zu werden.

Die Einstellungen der Nackenstütze

Die Einstellungen der Nackenstütze

… richtet sich nach der Krümmung Ihrer Halswirbelsäule (HWS). Stellen Sie die Höhe auf den Übergang zwischen HWS und Hinterkopf ein. Wählen Sie die Tiefe so, dass Ihr Kopf weder nach hinten hängt noch nach vorne gedrückt wird.

Der offene Sitzwinkel – seine Vorteile

  1. Das Becken und infolgedessen die Wirbelsäule können sich müheloser aufrichten.
  2. Die Bandscheiben insbesondere die in der Lendenwirbelsäule sind weniger belastet.
  3. Die Blutzirkulation verbessert sich, ganz besonders die der Venen.
  4. Halswirbelsäule und Kopf halten leichter ihre natürliche Position.
  5. So ermüden die Augen langsamer, Schultern und Nacken bleiben entspannt.
  6. Der Brustkorb hebt sich an, dadurch vergrößert sich das Atemvolumen.
2. GESUNDE TISCH- UND ARBEITSHÖHEN

Kleidung kaufen Sie nach Ihrer Größe. Autositz und Rückspiegel stellt man vor Fahrtantritt ein. Ebenso selbstverständlich sollten Arbeitshöhen im Sitzen und Stehen dem Körper angepasst werden. So verwandeln sich harmlose Verspannungen nicht in behandlungsbedürftige Befunde.

Achten Sie auf größtmögliche Beinfreiheit unter Ihrem Schreibtisch!

Tischhöhe zu niedrig:

Der Oberkörper krümmt sich beim Tippen und Schreiben Richtung Tischfläche. Die Wirbelsäule ist stark belastet. Die Nacken- und Schultermuskeln verkrampfen sehr leicht. Die Augen werden stark beansprucht. Sie neigen zu Trockenheit und ermüden vorschnell.

Tischhöhe zu hoch:

Die zu hohe Tischfläche schiebt die Schultern nach oben in Richtung Ohren. Es entsteht ein erhöhter Druck unter dem Schulterdach gleichzeitig verkürzen die Schulter-Nackenmuskeln. Beides schränkt eine beschwerdefreie Beweglichkeit auf Dauer ein.

Tischhöhe richtig eingestellt:

Der Rücken hält sich ohne Anstrengung aufrecht. Bei gut gestützter LWS pendelt sich die HWS in ihrer bestmöglichen Position ein. Dabei funktioniert die Koordination zwischen Augen- und Nackenmuskeln harmonisch. Wenige Zentimeter entscheiden über Be- oder Entlastung des Rückens.

Körperproportionen

3 gleich große Personen können 3 verschiedene Tischhöhen benötigen. Die individuellen Körperproportionen entscheiden darüber, ob eine Tischhöhe zu Ihnen passt. Genau gesagt die Unter­schenkel­länge, die Rumpflänge und die Oberarmlänge. Muckenthaler misst Ihnen Ihre gesunde Arbeitshöhe exakt aus.

Einheitmasse machen Krank

Sich alleine nach der Körpergröße zu richten ist mit einem hohen Gesundheitsrisiko verbunden. Fehleinstellungen, welche nicht zu den Proportionen passen, können langfristig großen Schaden an Muskulatur und Gelenken anrichten

Muckenthaler rät zum Sitz- Steharbeitsplatz

Die richtige Tischhöhe im Sitzen und im Stehen per Knopfdruck einstellen und alle Zwischenhöhen zum Steh-Sitzen oder Sitz-Stehen nutzen, ist die gesündeste Art, am PC zu arbeiten.

TIPP: Passen Sie Ihre Stehhöhe immer den aktuellen Gegebenheiten an. Je nach Absatz, Tageszeit oder Tätigkeit.

Morgens sind sie größer als Abends! …und in anderen Schuhen vielleicht auch…

Tischhöhe zu niedrig:

Der Rücken ist zur Tischfläche hin gekrümmt. Auf Schultern und Armen lastet unnötig viel Gewicht. Der Nacken ist überstreckt. Die Augenmuskeln werden überanstrengt. Die Körperachse neigt sich nach vorne. Der Tisch zieht Sie quasi über den Tisch.

Tischhöhe zu hoch:

Eine zu hohe Tischfläche evoziert einen sogenannten Schulterhochstand. Nacken- und Schultermuskeln verkürzen mit der Zeit. Zusätzlich entsteht eine unangenehme Belastung durch die Tischkante an den Unterarmen. Die Körperachse neigt sich nach hinten. Die Fersen geraten unter erhöhten Druck.

Tischhöhe richtig eingestellt:

Die Wirbelsäule richtet sich in allen Abschnitten bestmöglich auf. Die Haltemuskulatur des Oberkörpers arbeitet harmonisch zusammen. Schulter- und Hüftgelenke können sich frei bewegen. Der Wechsel zwischen Spiel- und Standbein erfolgt im natürlichen, individuellen Rhythmus.

Die beste Lösung

Ein Sitz-Steh-Tisch ist die beste Lösung. Sie profitieren nicht nur vom regelmäßigen, gesundheitsfördernden Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, sondern auch davon, alle dazischen liegenden Sitzhöhen einnehmen zu können, weil der Tisch ja jederzeit an verscheidene Höhen angepasst werden kann. Größtmögliche Variation bietet den besten Schutz von Rückenbeschwerden. Dazu zählt auch das "sitzende Stehen" oder "Stehsitzen".

3.GESUND ARBEITEN AM PC – SO GEHT’S

Überlastung vorbeugen

1000-fach wiederholte kleine Fingerbewegungen in hoher Frequenz sind eine enorme Belastung für Hände, Arme, Schultern und den Nacken. Die ersten Anzeichen von Überlastung werden häufig missachtet. Fatal, denn das Risiko, behandlungsbedürftige Befunde wie Karpaltunnelsyndrom, RSI, Sehnenscheidenentzündung, Tennis-/Golfarm, Schulterprobleme, Impingement-Syndrom, Nacken- und Kopfschmerzen, sowie trockene Augen zu entwickeln, kann mit ergonomisch ausgewählten Arbeitsmitteln erheblich reduziert werden. In Summe zählt jede Entlastung.

Um Fehlkäufe zu vermeiden können Sie bei uns das Zubehör kostenlos testen.

Lineare ausrichtung

„Parken“ Sie gerade vor Ihrem Monitor ein. Dies verringert einseitige Belastungen. Zwei Monitore winkeln Sie an. Die Tastatur liegt nahe der Tischkante, Unterlagen zwischen Monitor und Tastatur.

Monitorhöhe prüfen

Die meisten Monitore stehen zu hoch. Nach guter, ergonomischer Anpassung der Grundflächen (Stuhl, Schreibtisch) sollte der Monitor abgesenkt und geneigt werden. Stellen Sie sich vor Sie lesen ein Buch! Der Blick fällt in aufrechter Sitzhaltung entspannt nach unten.

Schultern schonen

Unzählige Male springt der Arm zwischen Maus und Tastatur hin und her. Nacken, Schultern und Arme werden geschont, wenn die Maus ganz nahe neben der Tastatur geführt wird.

Berufskrankheit RSI – der Mausarm

Symptome: Taubheit, Kribbeln, wandernde Muskel- und Gelenkschmerzen. Sie entstehen durch permanente, wiederkehrende Belastungen, wie sie bei der Arbeit am PC auftreten. Sie führen zu mikroskopisch kleinen Verletzungen – dem RSI-Syndrom, auch bekannt als „Mausarm".

Eine herkömmliche Maus zwingt zum Verdrehen des Unterarmes, zur Einwärtsdrehung der Schultern und zur Überstreckung des Handgelenkes. Mit einer Vertikalmaus behalten Unterarmknochen und das Handgelenk ihre natürliche Stellung bei, Muskeln und Sehnen werden geschont. Die Umstellung lohnt sich.

Greifen Sie nach einem Weißbierglas. In dieser „natürlichen Haltung“ bedienen Sie auch Ihre Vertikalmaus. Sie spüren den Unterschied sofort!

Ergonomisches Zubehör richtig einsetzen

Ergonomische Hilfsmittel können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. Welche Hilfsmittel für Sie am besten geeignet sind hinsichtlich Ihrer Tätigkeiten und den daraus resultierenden Belastungsarten sowie etwaigen Beschwerden finden die Muckenthaler Ergonomie-Spezialisten gemeinsam mit Ihnen heraus.


Die besten Tipps + Tabellen können nicht das persönliche Gespräch mit einem unserer erfahrenen Ergonomieberater ersetzen. Vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin.

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